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Aktueller Heizölpreise-Trend: Ölpreiskampf bald beendet? (02.04.2020)

Brentölpreis springt um über 6 % in die Höhe - Euro weiter schwach - Heizölpreise seitwärts

Heizölpreise: Der bundesdurchschnittliche Heizölpreis für Heizöl der Sorte Standardqualität bezogen auf eine Abnahmemenge von 3.000 Litern (entspricht einem Energieinhalt von 30.240 kWh) schloss am Mittwochabend mit einem sehr starken Minus von 3,2 % bei 51,24 schon Euro/100 L.



Gegenüber dem Heizölpreisstand vom 1.01.2020 sind die Heizölpreise aktuell um 28,4 % gefallen - dies entspricht einem absoluten Minus von 20,36 Euro/100L.

Heizölpreise-Tendenz: Unter Berücksichtigung der Börsenentwicklungen vom Mittwoch und dem aktuellen Stand der Börsen am Donnerstagvormittag gehen wir heute für die Heizölpreise von folgender Tendenz aus: seitwärts!

Bereich Schlusskurs
31.03.2020
Schlusskurs
01.04.2020
Veränderung
zum Vortag
Tendenz
02.04.2020
Heizölpreis (Euro/100L) 3.000 L Standardqual. 52,92 51,24 - 3,2 %
Rohölsorte Brent (US-Dollar/Barrel) 26,35 24,74 - 6,1 %
Wechselkurs (Euro/US-Dollar) 1,1031 1,0948 - 0,8 %


Als Hauptursachen für die Entwicklung der Heizölpreise können folgende preisbestimmenden Faktoren vom Mittwoch und dem heutigen Morgen herangezogen werden:

1. Ölpreise:
Am Mittwoch fiel der Rohölpreis der Rohölsorte Brent um starke 6,1 % und stand am Tagesende bei 24,74 USD/Barrel. Hauptgründe für die anhaltende Ölpreisschwäche zum Wochenmitte bleiben weiter einerseits der Ölpreiskampf zwischen Saudi-Arabien und Russland und andererseits der Ölbedarfsrückgang im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Die vom amerikanischen Energieministerium am Abend veröffentlichten US-Öllagerbestände für die letzte Woche ( Bestandanstieg drei Mineralölprodukte in Summe um 19,1 Mio. Barrel) zeigen deutlich, dass der Ölmarkt aktuell stark überversorgt ist und somit die Ölpreise weiter unter Druck bleiben dürften.



Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis der Sorte Brent um rund 62,5 % gefallen - absolut entspricht dies einem Ölpreisrückgang um 41,26 USD/Barrel.

Ölpreis-Tendenz: Zum Start in den Donnerstag machen die Ölpreise einen großen Sprung - aktuell steht der Brentölpreis bei 27,34 USD/Barrel, dies entspricht einem Ölpreisanstieg um 10,5 % gegenüber dem Tagesschluss vom Vortag. Im Ergebnis geführter Gespräche zwischen den USA und Russland und den USA mit Saudi-Arabien keimt die Hoffnung, dass die beteiligten Hauptakteure am Preiskampf ihre Bereitschaft für Gespräche erklärt haben. Gleichzeitig will China die billigen Ölpreise nutzen, um seine Staatsreserven aufzustocken.  Dieser Nachrichtenmix lässt heute die Ölpreise stark steigen.

2. Eurokurs: Der Kurs des Euro zeigte sich zur Wochenmitte um 0,8 % schwächer und schloss am Tagesende bei 1,0948 - damit konnte der Euro die Marke von 1,10 nicht halten. Die Anleger suchten gestern den US-Dollar verstärkt als sicher Währung. Generell zeigen sich die Finanzmärkte weiterhin stark verunsichert.



Seit Jahresbeginn hat sich der Euro gegenüber dem US-Dollar um 2,1 % verringert.

Eurokurs-Tendenz: Zum Start in den Donnerstag zeigt sich der Euro um 0,2 % schwächer - aktuell steht er bei 1,0932. Verschiedene Konjunkturdaten stehen heute im Laufe des Tages an, die den Finanzmärkten neue Impulse verleihen könnten.

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